Das nördliches Ostpreußen wurde nach 1945 zur sowjetischen Exklave. Über Jahrzehnte durfte kein Ausländer das Kaliningrader Gebiet zwischen Litauen und Polen betreten. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion konnte Regisseur Volker Koepp zum ersten Mal in den von Flucht, Vertreibung, Krieg und Verheerung geprägten Landstrich fahren, in dem seit Jahrhunderten Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen, von der Geschichte hin- und hergetrieben, miteinander leben. Mit Sympathie und Offenheit begegnet der Filmemacher den Menschen, spürt ihren Geschichten nach, hört ihnen zu und entdeckt Landschaften von herber und unverwechselbarer Schönheit. Kalte Heimat wurde zur Initialzündung für Koepps langjährige Auseinandersetzung mit Ostpreußen: Auch Fremde Ufer, Die Gilge, Kurische Nehrung und zuletzt Holunderblüte entstanden dort.

"Dieser Dokumentarfilm, der Bande zwischen den verschiedenen Völkern knüpft, lässt ahnen, dass Heimat nicht an Grenzen gebunden ist, sondern in der Liebe zu einem Stück Erde liegt, das man sich zu eigen gemacht hat."
(Preis der Publikums-Jury Visions du Réel, Nyon 1995)

"Sie haben mir eine riesige Freude gemacht mit diesem absolut vollendeten Film. Ich habe noch nie eine so wunderbare Wiedergabe meiner Heimat gesehen."
(Marion Gräfin Dönhoff an Volker Koepp, 1998)

Filmband in Gold 1996 für Thomas Plenert (Kamera)
Preis der Publikumsjury Visions du Réel, Nyon 1995

Uraufführung: Berlinale Forum 1996

Kalte Heimat
Deutschland 1995 • 152 Minuten • FSK 0 • Format: 16:9 PAL •  Ton: Mono • Region 2

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